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Geschrieben von: Frank Herrmann
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In Deutschland droht, noch vor den Sommerferien, ein unbefristeter Streik durch Beschäftigte der britischen Fluggesellschaft Easyjet. Die Gewerkschaft Ver.di hat nun 240 Flugbegleiter und 110 Piloten zur Urabstimmung aufgerufen.
Gewerkschaft fordert Abschluss eines Tarifvertrages
Die Urabstimmung soll laut „airliners.de“ von Mittwoch bis Freitag stattfinden. Sollten 75% der Gewerkschaftsmitglieder und Beschäftigten am Flughafen Berlin-Schönefeld ihre Zustimmung erteilen, darf noch vor Beginn der Ferien gestreikt werden. Das Abstimmungsergebnis wird jedoch erst am Montag erwartet.
Bereits seit zehn Monaten ziehen sich die Verhandlungen von Ver.di mit der Airline Easyjet, ohne eine absichtbare Einigung, schon hin.Die Dienstleistungsgewerkschaft fordert dabei den erstmaligen Abschluss eines Entgelttarifvertrages für das Kabinen- und Cockpitpersonal.
Im Streikfall, welcher ab Mitte in Juli in Deutschland stattfinden könnte, würde im schlimmsten Fall der Flugverkehr bundesweit und in Teilen Europas zum Erliegen kommen. Erste Warnstreiks, durch Beschäftigte von Easyjet, gab es bereits im April und Mitte Mai. Dies hatte bereits vor einigen Wochen zu stundenlangen Verspätungen und Flugausfällen geführt.
Abmahnung und Klage gegen Easyjet
Der Onlineausgabe der Berliner Morgenpost zufolge soll es beim britischen Billigflieger seit längerem Probleme geben. Demnach sollen die Gründer und das Topmanagement zerstritten sein und die Konzernspitze wurde bereits ausgetauscht. Wie „Focus.de“ aktuell berichtet wurden neben Easyjet nun auch zahlreiche andere Fluggesellschaften von der Verbraucherzentrale abgemahnt. Der britischen Airline droht nun sogar eine Klage, unter anderem wegen unverlässlicher Zeitangaben bei Buchungen von Flügen. In diesem Zusammenhang kritisiert der Verbraucherschutz, dass Passagieren erst nachträglich in den Reiseunterlagen Nachtflüge angekündigt werden. |