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Obwohl die Tarifverhandlungen letzte Woche wieder aufgenommen wurden, soll eine Schlichtung zwischen der Deutschen Flugsicherung (DFS) und der Gewerkschaft der Fluglotsen (GdF) gescheitert sein. Aufgrund dessen müssen sich Flugreisende ab Mittwoch (12.10.) auf einen bundesweiten Streik der Fluglotsen einstellen.
Fluglotsen-Streik am Mittwoch gilt als „so gut wie sicher“
Bis Mittwoch gilt eine sogenannte Friedenspflicht in der die Fluglotsen nicht ihre Arbeit niederlegen dürfen, so „airliners.de“. Zudem müssen etwaige Streiks einen ganzen Tag vorher angekündigt werden. Bis Mitte der Woche will sich die GdF darüber beraten, wie lange der Streik andauern soll. Dass der Arbeitskampf wie bei den griechischen Kollegen 24 Stunden lang geht, schloss Hans-Joachim Krüger, Sprecher der Gewerkschaft der Fluglotsen, jedoch aus. Gegenüber „rp-online.de“ konnte er dagegen versichern, dass ein Streik am Mittwoch „so gut wie sicher“ ist. Zudem könnte die Flugsicherung nicht noch einmal eine einstweilige Verfügung vor dem Frankfurter Arbeitsgericht erwirken, so Krüger.
Ein erster Schlichterspruch, welcher viele Kompromisse seitens der Flugsicherung enthielt, wurde von der Gewerkschaft Mitte September abgelehnt. Trotzdem wurden die Gespräche vergangene Woche wieder aufgenommen, weshalb das Ende der Tarifverhandlungen für die Deutsche Flugsicherung nach eigener Aussage „überraschend“ kam.
Fluglotsen wollen mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen
Beide Verhandlungsparteien haben mittlerweile unterschiedliche Gründe für ein Scheitern der Tarifgespräche angegeben. Die GdF betonte in einem Statement am Freitag, dass sich die Beteiligten bezüglich der Gehälter im Großen und Ganzen einig waren, so „airliners.de“. Jedoch wollten sich die Fluglotsen nicht mit ihren Arbeitsbedingungen zufrieden geben. Demnach müssen die Flugkontrolleure, aufgrund von Personalmangel, regelmäßig Überstunden machen. Laut „rp-online.de“ verdient ein Fluglotse übrigens im Durchschnitt über 100.000 Euro im Jahr und arbeitet 25 Stunden die Woche.
Die Deutsche Flugsicherung gibt dagegen andere Gründe für ein Scheitern der Tarifverhandlungen an. Demnach forderte die GdF die Einführung einer neuen Tarifgruppe, eine Gehaltserhöhung um 5,2 Prozent sowie eine wesentliche Verdienststeigerung im Fall einer Beförderung. Dies wurde von der DFS allerdings abgelehnt, so „rp-online.de“.
Verzögerungen im Flugverkehr bereits am Montag
Abgesehen von dem Streikvorhaben der Fluglotsen diese Woche, soll es laut „n-tv.de“ am Montag Nachmittag bei zehn Flughäfen (unter anderem in Düsseldorf) zu Verzögerungen kommen. Ursache dafür ist eine Betriebsversammlung von Verdi, zu der Mitarbeiter der Bodenabfertigung kommen sollen. Reisende sollen sich aufgrund dessen auf der Website ihrer jeweiligen Airline über eventuelle Flugverspätungen informieren.
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