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| Condor-Ferienflieger musste nach Kollision mit Vögeln notlanden |
| Geschrieben von: Jakob Engels |
Eine Boeing 757 der Airline Condor ist am Montag Morgen (31.10.) mit einem Vogelschwarm kollidiert. Eines der Tiere war dabei in ein Triebwerk der Maschine geraten und hatte dieses stark beschädigt. Aufgrund dessen war der Pilot gezwungen, unverzüglich wieder auf dem Hamburger Flughafen zu landen. 245 Passagiere und 8 Crewmitglieder blieben unverletzt Laut „focus.de“ sollte das Passagierflugzeug planmäßig gegen 6 Uhr 20 von Hamburg aus nach Hurghada (Ägypten) starten. Aufgrund einer defekten Tür konnte die Maschine jedoch erst kurz nach 7 Uhr abheben. Nur 24 Minuten später kam es dann zu der Kollision mit dem Vogelschwarm, wodurch ein Triebwerk ausfiel. Der Pilot konnte allerdings die Boeing wieder sicher in Hamburg landen. Die 245 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder kamen noch einmal mit dem Schrecken davon und wurden direkt nach dem Vorfall von Mitarbeitern der Fluglinie betreut. Erst am Nachmittag konnten die Fluggäste mit einer Ersatzmaschine zu ihrem Urlaubsort gebracht werden. Airline und Flughafen dementieren Notlandung, sprechen von „Sicherheitslandung“ Der Flughafen Hamburg und die Fluggesellschaft Condor bestätigten den Vorfall und erklärten, dass es sich nicht um eine Notlandung, sondern um eine „Sicherheitslandung“ handelte. Die Pilotengewerkschaft „Cockpit“ kritisierte diese Abgrenzung als „grenzwertig“, so „sueddeutsche.de“. Eine Gewerkschaftssprecherin sagte laut „rp-online.de“ weiterhin: „Wenn eine kleine Amsel in ein Triebwerk fliegt, macht das vielleicht noch nichts, aber bei größeren Vögeln oder ganzen Schwärmen ist es, um es mal bildlich auszudrücken, als wenn man Obst in den Mixer wirft.“ Eine Notlandung liegt vor, wenn das Leben der Passagiere direkt in Gefahr ist und dem Pilot keine andere Möglichkeit bleibt, als unverzüglich die Maschine zu landen. Fällt ein Triebwerk aufgrund eines Zusammenpralls mit Vögeln aus, droht laut „focus.de“ ein Absturz. Meistens passieren solche Kollisionen in einer Flughöhe von unter 3000 Metern, weshalb den Piloten kaum Zeit bleibt, eine Notlandung vorzubereiten. Eine der spektakulärsten Notlandungen fand Mitte Januar 2010 in New York statt. Das Passagierflugzeug musste nach einer Kollision mit einem Vogelschwarm auf dem Hudson-River notlanden. Trotzdem blieben alle 155 Passagiere unverletzt. Die Kollision mit Vogelschwärmen ist für Piloten eine Routineübung Ein Sprecher der Airline Condor entgegnete der Kritik der Pilotengewerkschaft, dass Piloten regelmäßig eine Kollision mit einem Vogelschwarm im Flugsimulator trainieren. Auch der Pilot der Boeing 757 hatte gemäß der offiziellen Vorgaben reagiert, so dass keiner der Passagiere ernsthaft in Gefahr gewesen war. Die unverhoffte Landung der vollgetankten Maschine hatte jedoch die Reifen des Flugzeugs so stark erhitzt, dass diese unverzüglich durch die Feuerwehr gekühlt werden mussten, so „sueddeutsche.de“. Wie hoch der Schaden an der Boeing 757 ausfällt, ist noch unbekannt. Weltweit entstehen jedes Jahr, alleine durch Kollisionen mit Vogelschwärmen, Schäden in Milliardenhöhe. Unfälle mit Vögeln verursachen jedes Jahr Schäden in Milliardenhöhe Laut „rp-online.de“ passieren Kollisionen mit Vögeln weltweit jeden Tag, alleine in Deutschland im Durchschnitt zwei Mal täglich. Um eine solche Gefahr zu minimieren, versuchen die Betreiber von Flughäfen eventuelle Rast- und Brutmöglichkeiten in der näheren Umgebung zu beseitigen. Zudem gibt der Ausschuss zur Verhütung von Vogelschlägen im Luftverkehr (DAVVL) regelmäßig Vorhersagen und Warnungen zu Vogelzügen heraus. |

Eine Boeing 757 der Airline Condor ist am Montag Morgen (31.10.) mit einem Vogelschwarm kollidiert. Eines der Tiere war dabei in ein Triebwerk der Maschine geraten und hatte dieses stark beschädigt. Aufgrund dessen war der Pilot gezwungen, unverzüglich wieder auf dem Hamburger Flughafen zu landen.