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| Dritte Startbahn am Münchner Flughafen sorgt für weitere Proteste und Gutachtenstreit |
| Geschrieben von: Katarina Lietz |
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Letzte Woche wurde bekannt, dass die Regierung von Oberbayern den Bau einer dritten Start- und Landebahn am Flughafen von München genehmigt hat. Ein angeblich veraltetes Gutachten sowie groß angelegte Demonstrationen vor der CSU-Leitung in München haben am Wochenende für Furore gesorgt. Tomaten-Attacke gegen den CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt Am Freitag demonstrierten in München laut „airliners.de“ über 250 Naturschützer und Anwohner der Stadt Freising in München gegen den geplanten Bau einer dritten Start- und Landebahn. Sie befürchten, durch den Bau einer dritten Lande- und Startbahn, unter anderem eine erhebliche Belästigung durch Lärm und Luftverschmutzung. Zudem schätzen die Protestanten das Bauprojekt als unnötig ein, da der Flughafen München bereits in den vergangenen Jahren einen Rückgang an Flügen festgestellt hatte. Die Wut der Demonstranten richtet sich in erster Linie gegen die Parteien CSU und FDP, welche das umstrittene Bauprojekt am vergangenen Dienstag genehmigt hatten. Infolge der Proteste wurde CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt, welcher sich zum Zeitpunkt der Demonstrationen vor dem Gebäude der CSU-Leitung in München befand, von einigen Demonstranten mit Flyern und einer Tomate beworfen. Eine Fortsetzung der Demonstrationen wurde bereits für die kommenden Wochen angekündigt. Süddeutsche Zeitung: Gutachten für geplantes Bauprojekt soll veraltet sein Am Wochenende veröffentlichte „sueddeutsche.de“ einen Artikel, wonach das Gutachten für den geplanten Bau einer dritten Start- und Landebahn in München veraltet ist. Die Onlineausgabe der Süddeutschen Zeitung argumentiert, dass die darin enthaltenen Prognosen zur Entwicklung des Öl- und Kerosinpreises nicht mehr auf dem neuesten Stand und unrealistisch sind. In dem Gutachten wurde beispielsweise mit einem Ölpreis von 50 US-Dollar pro Barrel Rohöl gerechnet, obwohl dieser aktuell bei 117 US-Dollar liegt. Auch die weltweite Wirtschaftskrise wurde laut „sueddeutsche.de“ in dem Schreiben nicht berücksichtigt. Der Flughafen München hat daraufhin dementiert, dass das geplante Bauprojekt auf falschen und veralteten Daten basiert. Das Gutachten, wonach die Regierung Oberbayerns ihre Genehmigung für den Bau einer dritten Start- und Landebahn erteilt hatte, soll demzufolge im letzten Jahr entstanden sein. Zudem wurden die enthaltenen Daten regelmäßig aktualisiert und von der Technischen Universität in München überprüft. Dagegen soll das von „sueddeutsche.de“ thematisierte Gutachten aus dem Jahr 2007 stammen und nicht der Bericht sein, wonach die Oberbayerische Landesregierung ihre Entscheidung für das umstrittene Bauprojekt getroffen hatte. |
