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| Forscher weisen erstmals Nervengift im Blut von Fluggästen nach |
| Geschrieben von: Frank Herrmann |
Im Rahmen einer aktuellen Studie des Wissenschaftlers Clement Furlong wurde bei Fluggästen erstmals das Nervengift TCP (Trikresylphosphat) nachgewiesen. Piloten, Vielflieger und Flugbegleiter klagen bereits seit Jahren über die schädliche und übelriechende Kabinenluft, welche unter anderem zu Kopfschmerzen, Übelkeit und sogar neurologischen Defekten wie Lähmungen führen kann. Bei einigen Piloten und Flugbegleitern sind die Beschwerden tatsächlich so schlimm, dass sie ihren Beruf nicht mehr ausüben können. Der Schadstoff gelangt über die komprimierte Luft in die Flugzeugkabine Wie die Fachzeitschrift "Toxicology and Applied Pharmacology" aktuell berichtet, konnte Clement Furlong nun durch einen neuartigen Test die Ursache dieser Symptome nachweisen: Es handelt sich hierbei um das Nervengift TCP. Untersucht wurden für die Versuchsreihe insgesamt 12 Passagiere. Ihnen wurde zwei Stunden nach Flugende Blut entnommen. Bei der Hälfte der Probanden wurde das Nervengift im Blut festgestellt - allerdings nicht direkt, sondern über ein Abbauprodukt. Laut „spiegel.de“ stammt der Schadstoff aus dem Öl der Flugzeugtriebwerke. Über die Düsen gelangt das Gift letztendlich in die Kabine, da die komprimierte Kabinenluft von den Triebwerken angezapft wird. Nur der neue Flugzeugtyp Dreamliner 787 bezieht die Kabinenluft auf einem anderem Wege, so „sueddeutsche.de“. Eine mangelhafte Wartung der Flugzeuge sowie poröse Dichtungen können diesen Umstand sogar noch verstärken. Die Langzeitfolgen des Giftes, welches nach „alten Socken“ riecht, sind nahe zu unbekannt. Nach Aussage der getesteten Passagiere hatte keiner von ihnen eine schlechte Kabinenluft bemerkt. Nach drei bis sieben Monaten konnte übrigens bei den Testpersonen kein TCP mehr nachgewiesen werden, so „n-tv.de“. Airlines und Hersteller dementieren akute Gesundheitsgefahr Auch das norwegische Staatsinstitut für Arbeitsumwelt konnte TCP bereits in der Kabinenluft von Flugzeugen nachweisen. Hersteller und Airlines bestreiten allerdings eine akute Gesundheitsgefahr, so „spiegel.de“. Am Mittwoch (21.09.) soll diesbezüglich im Bundestag eine Anhörung stattfinden. Der Politiker Markus Tressel hat sich bereits seit Jahren für eine Anhörung eingesetzt und kritisiert: „Die Regierung und die Airlines sind bislang ihrer Fürsorgepflicht für die Passagiere und Bediensteten nicht nachgekommen.“ Um die Passagiere und das Flugpersonal vor dem Nervengift zu schützen, hat Jörg Handwerg von der Pilotenvereinigung Cockpit, übrigens den Einsatz von Warngeräten gefordert. Zudem sollen alle Flugzeuge mit einem Chemiekalienfilter ausgestattet werden, so „sueddeutsche.de“. |

Im Rahmen einer aktuellen Studie des Wissenschaftlers Clement Furlong wurde bei Fluggästen erstmals das Nervengift TCP (Trikresylphosphat) nachgewiesen. Piloten, Vielflieger und Flugbegleiter klagen bereits seit Jahren über die schädliche und übelriechende Kabinenluft, welche unter anderem zu Kopfschmerzen, Übelkeit und sogar neurologischen Defekten wie Lähmungen führen kann. Bei einigen Piloten und Flugbegleitern sind die Beschwerden tatsächlich so schlimm, dass sie ihren Beruf nicht mehr ausüben können.