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| Fluglotsen lehnen im Streit um neuen Tarifvertrag ersten Schlichterspruch ab |
| Geschrieben von: Maxim Grundmann |
Die Gewerkschaft der deutschen Fluglotsen (GdF) hat am Freitag den ersten Schlichterspruch im Tarifstreit mit der Deutschen Flugsicherung (DFS) zum Großteil abgelehnt. Zuvor wurde der Kompromissvorschlag von Schlichter Volker Rieble seitens der Flugsicherung angenommen. Dieser soll nun trotz allem die Grundlage für weitere Verhandlungen bilden. In einigen Punkten sind sich die Parteien bereits einig. Jedoch sind diverse Diskussionspunkte, wie die Besetzung bestimmter Stellen in der Flugsicherung, immer noch umstritten. Monatelange Tarifverhandlungen eskalierten im August Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge ziehen sich die Tarifverhandlungen zwischen der GdF und der DFS bereits seit mehr als einem halben Jahr hin. Anfang August drohte die Gewerkschaft der Fluglotsen mit einem bundesweiten Streik. Dieser konnte jedoch zwei Mal durch eine einstweilige Verfügung verhindert werden. Um einen weiteren Arbeitskampf vorerst zu unterbinden, hatte die Deutsche Flugsicherung eine Schlichtung angerufen, dessen Vorsitz der Rechtsexperte Volker Rieble inne hat. Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich die Parteien mittlerweile bezüglich des Entgelts der über 5000 betroffenen Mitarbeitern der Flugsicherung geeinigt. Die GdF fordert eine Gehaltserhöhung um mindestens 6,5 Prozent. Bisher hatte die Flugsicherung eine Erhöhung um 3,2 Prozent und eine Einmalzahlung in Höhe von 0,8 Prozent des Bruttojahresgehalts zugestimmt. Fluglotsen verdienen laut „welt.de“ übrigens mindestens 100.000 Euro pro Jahr. Neben finanziellen Streitpunkten geht es auch um die Arbeitsbedingungen und Personalplanung bei der DFS. DFS nimmt Schlichterspruch trotz erheblichen Zugeständnissen an Der erste Schlichterspruch von Volker Rieble enthielt bereits weitreichende Zugeständnisse der Flugsicherung. Im Gegensatz zur GdF hatte die DFS den Vorschlägen des Schlichters zugestimmt. Der Verhandlungsführer der GdF, Dirk Vogelsang, erklärte die Ablehnung des ersten Kompromissvorschlages laut „welt.de“ wie folgt: „Wenn wir den Schlichterspruch annehmen würden, dann könnten wir über Punkte, die uns noch nicht gefallen, nicht mehr verhandeln. [...]An einigen Stellen muss noch nachgebessert werden.“ Die Flugsicherung hat bereits in einer ersten offiziellen Stellungnahme die Entscheidung der Fluglotsengewerkschaft bedauert, so „de.reuters.com“. Zudem sei es dem bundeseigenen Unternehmen zufolge „unverständlich“, dass GdF die erste Einigung abgelehnt hat, da der Schlichterspruch weitreichende Forderungen der Gewerkschaft bereits berücksichtigt hatte. Verhandlungen müssen noch in diesem Monat wieder aufgenommen werden Bis zum 21. September müssen die GdF und DFS die Verhandlungen wieder aufnehmen, so „airliners.de“. Ein Streik der Fluglotsen ist jedoch immer noch möglich, sollte es zu keiner Einigung kommen. Während der Verhandlungszeit herrscht jedoch eine sogenannte Friedenspflicht. Bleiben die Verhandlungen ergebnislos, könnten die Fluglotsen laut „welt.de“ drei Tage nach Beendigung der letzten Gesprächen streiken. Davon könnten dann auch die Herbstferien, die in einigen Bundesländern ab Oktober beginnen, betroffen sein. |

Die Gewerkschaft der deutschen Fluglotsen (GdF) hat am Freitag den ersten Schlichterspruch im Tarifstreit mit der Deutschen Flugsicherung (DFS) zum Großteil abgelehnt. Zuvor wurde der Kompromissvorschlag von Schlichter Volker Rieble seitens der Flugsicherung angenommen. Dieser soll nun trotz allem die Grundlage für weitere Verhandlungen bilden. In einigen Punkten sind sich die Parteien bereits einig. Jedoch sind diverse Diskussionspunkte, wie die Besetzung bestimmter Stellen in der Flugsicherung, immer noch umstritten.