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| Germanwings kündigt steigende Ticketpreise an |
| Geschrieben von: Katarina Lietz |
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Steigende Preise für Flugtickets wegen Luftverkehrsabgabe und hohe Kerosinpreise Laut „aero.de“ wird der günstigste Flugpreis bei Germanwings zukünftig 29,90 Euro betragen. Bisher konnten Fluggäste der Airline bereits für einen Preis ab 19 Euro fliegen. Des Weiteren soll demnächst das sogenannte „One-Way“-Ticket schon 39 Euro kosten. Winkelmann macht für den Preisanstieg vor allem die, von der Bundesregierung seit Anfang 2011 angeordnete, Luftverkehrsabgabe verantwortlich. Hierbei fällt bei einem Abflug innerhalb Deutschlands, pro Fluggast und je nach Streckenlänge, eine Gebühr zwischen acht und 45 Euro an. Germanwings ist jedoch nicht die einzige Fluggesellschaft, welche die Steuer auf die Ticketpreise umlegen musste. Die unmittelbaren Folgen hat der Flugmarkt bereits zu spüren bekommen, wie der 51-jährige Fluglinienchef laut „airliners.de“ beschreibt: "Wegen der gestiegenen Preise sinkt die Nachfrage. Wir spüren das vor allem in der Nebensaison und auf innerdeutschen Flügen. An unserem Standort Köln sehen wir eine Abwanderung von Passagieren in die Niederlande, und außerdem fliegen weniger Niederländer von Köln aus." Seit Einführung der Steuer sind die Preise bei Germanwings im Durchschnitt um 12 Prozent teurer geworden, ohne das die Fluggesellschaft dadurch etwas verdient: In den ersten Monaten des Jahres hat die Luftverkehrsabgabe laut Winkelmann bereits 5,5 Prozent der Gesamteinnahmen der Airline ausgemacht. Luftverkehrsabgabe soll dem Staat mehr als 900 Millionen Euro einbringen Trotz der immensen Kritik der Luftverkehrsbranche will die Bundesregierung die umstrittene Luftverkehrssteuer vorerst nicht ändern oder absetzen. Mithilfe dieser sollen bis zum Jahresende 940 Millionen Euro eingenommen werden. Dennoch soll dem Bundestag spätestens Ende Juni 2012 eine Evaluation der Luftverkehrsabgabe vorgelegt werden. Eine Abschaffung der Ticketsteuer wird übrigens ebenfalls von der Handelskammer in Bremen gefordert. Diese hatte bereits im August daraufhin gewiesen, dass alleine der Flughafen Bremen im Urlaubsmonat Juli einen Passagierrückgang von 20 Prozent verzeichnen musste. Germanwings denkt, wie viele anderen Fluglinien, über eine Streckenausdünnung nach Weiterhin führen auch die hohen Kerosinpreise dazu, dass viele Fluggesellschaften in Europa ihre Kapazitäten auf Kurzstrecken zunehmend verringern. Dieser Trend wird sich ebenfalls im Winterflugplan fortsetzen, so der Germanwings-Chef. Dennoch will die Fluggesellschaft einen Teil der gestrichenen Strecken vom Konkurrenz-Unternehmen Air Berlin übernehmen. Ab kommenden Sommer wird Germanwings demnach auch Marokko und Italien ansteuern. Thomas Winkelmann schließt übrigens nicht aus, dass auch die Lufthansa-Tochter ihr Streckennetz im Verlauf des Winters ausdünnen wird. |

